
Der SLK zählt zu
den beliebtesten Automobilen der Marke
Mercedes-Benz.
Lifecycle
Die Geschichte des SLK: Von 1996 bis 2004
Sportlich, leicht, kurz. Das sind die charakteristischen Merkmale des SLK Roadsters. Die Buchstabenkombination erinnert an die grosse Roadster-Tradition der Marke Mercedes-Benz, die in den Zwanziger- und Dreissigerjahren atemberaubende Sportwagen wie die Modelle SS (Super Sport), SSK (Super Sport Kurz) oder den SSKL (Super Sport Kurz Leicht) hervorbrachte. Ihnen folgten in der Nachkriegszeit die Roadster 300 SL, 190 SL und schliesslich die zahlreichen Modelle der SL-Klasse, die den vorläufigen Höhepunkt der Roadster-Generation mit dem Stern markieren.
Seit 1996 fährt auch der SLK in den historischen Spuren dieser Sportwagen. Der Zweisitzer aus dem Hause Mercedes wurde der Öffentlichkeit erstmals 1996 auf dem Turiner Automobilsalon präsentiert, nachdem bereits zwei Jahre zuvor - ebenfalls in Turin - die seriennahe Studie des Roadsters vorgestellt wurde. Rund 40 internationale Preise und Auszeichnungen - vom „Goldenen Lenkrad“ bis zum Titel „Schönstes Auto der Welt“ - zeugen von der grossen Beliebtheit des kompakten Roadsters, dessen Technik, Design und Ausstattung in dieser Klasse höchste Ansprüche erfüllt.
Zu den technischen Höhepunkten des unterhalb der SL-Klasse positionierten SLK zählt zweifellos sein einzigartiges Variodach aus Stahl, das sich dank einer intelligenten Elektrohydraulik innert 25 Sekunden vollständig im Kofferraum versenken lässt. Obwohl um 500 Millimeter kürzer als der grosse Bruder SL (R 129), bietet der SLK im Innenraum ein ausreichendes Mass an Komfort und Bewegungsfreiheit. Zwei feststehende Überrollbügel hinter den Sitzen übernehmen bei geöffnetem Dach den Überschlagschutz und gewährleisten im Verbund mit den verstärkten A-Säulen dasselbe Höchstmass an Sicherheit, das auch alle anderen offenen Modelle von Mercedes-Benz kennzeichnet.
Zur serienmässigen Sicherheitsausstattung gehören ausserdem Airbags und Gurtstrafer. Später folgten ASR (ab Frühjahr 1997), BAS (Bremsassistent) und Sidebags (ab März 1997). Die Markteinführung erfolgte mit zwei Motorisierungsvarianten: als SLK 200 mit einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Saugmotor, der 100 kW (136 PS) leistet oder als SLK 230 Kompressor mit 2,3-Liter- Vierzylinder-Kompressortriebwerk, das 142 kW (193 PS) mobilisiert. Für Italien, Griechenland und Portugal wurde aus Steuergründen eine 2,0-Liter-Kompressorvariante angeboten, die 141 kW (191 PS) entwickelte.
Aufgrund der ausgezeichneten Drehmomentcharakteristik vermochte sich die Kompressor-Variante gegenüber dem Saugmotor sehr rasch durchzusetzen. Bis zur Modellpflege im März 2000 wurden vom SLK 230 Kompressor 113‘520 Exemplare abgesetzt, mehr als das Doppelte wie vom SLK 200 (44‘846 Stück).
Im Frühjahr 2000 wurde die Baureihe im Rahmen der Modellpflege komplett überarbeitet: neue Technik, noch sportlicheres Design und verbesserte Wertanmutung kennzeichneten fortan die neuen Modelle. Unter der Motorhaube gaben verbesserte Vierzylinder-Triebwerke und erstmals auch ein kraftvoller Sechszylinder mit 3,2 Liter Hubraum den Ton an.
Pünktlich zur Sommersaison 2000 lancierte Mercedes das nur in begrenzter Stückzahl lieferbare Sondermodell SLK Special Edition. Im Frühjahr 2003 folgte schliesslich noch der SLK Final Edition, der - wie der Name schon sagt - das (baldige) Ende der Baureihe einläutete. Das Sondermodell war eine attraktive Alternative zu den herkömmlichen Serienmodellen, die parallel zum SLK Final Edition weiterhin bis zum Ende der Produktion im Angebot standen.
Heute - 10 Jahre nach seiner Markteinführung - zählt der SLK der Baureihe R170 zweifellos zu den beliebtesten Automobilen der Marke Mercedes-Benz. Davon zeugen nicht zuletzt die zahlreichen Fan-Clubs auf der ganzen Welt. Wer einen SLK fährt, ist gut beraten, ihn zu behalten. Der SLK erfüllt nämlich alle Voraussetzungen, um in ein paar Jahren zum gesuchten Klassiker zu avancieren.


