
Mit
seiner klassisch-sportlichen Linie spricht der SLK ein breites Publikum
an.
SLK 280 (170 kW / 231 PS)
Mit dem SLK 280 schloss Mercedes-Benz die grosse Lücke, welche bis Frühjahr 2005 zwischen dem Basismodell SLK 200 Kompressor und dem SLK 350 bestand. Der SLK 280 schöpft 231 PS aus sechs Zylindern und drei Litern Hubraum. Diese mehr als ausreichende Leistung rechtfertigt die Bevorzugung gegenüber dem träge wirkenden SLK 200 Kompressor.
Der Sechszylinder sorgt im SLK 280 für eine durchwegs harmonische Motorisierung. Der SLK 280 entwickelt reichlich Temperament und setzt sich mit seinem sonoren Sechszylinder-Sound auch akustisch in Szene. Er legt sofort los und benimmt sich sogar eine Spur geschmeidiger als der SLK 350.
Einen Tick agiler fährt es sich mit der manuellen Sechsgangschaltung. Mittels Schaltwippen am Lenkrad lassen sich die Gänge aber auch beim Automat manuell sortieren, wobei man es ob der perfekt arbeitenden 7-Gang-Automatik eigentlich bleiben lassen kann, selbst im Getriebe zu rühren.
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Der SLK 280 bietet kräftige Leistung mit akzeptablen Verbrauchswerten. |
Obwohl ein offenes Automobil wie der SLK 280 eher zum Cruisen einlädt, mangelt es im Fall der Fälle nicht an Vortrieb: in knapp 7 Sekunden beschleunigt der kleine Sechszylinder von 0 auf 100 km/h, wenn man das Gaspedal bis zum Anschlag runterdrückt. Dies sind 1,3 Sekunden mehr als im SLK 350, doch dies spielt in der Praxis keine grosse Rolle. Deutlich spürbar ist das Leistungsplus hingegen im Vergleich zum kleineren SLK 200 Kompressor, der merklich zäher zum Spurt ansetzt.
Das Fahrverhalten des SLK 280 ist bis in den Grenzbereich gutmütig, dann
merkt man die aufgrund des Heckantriebs in Richtung leichtes Übersteuern
ausgelegte Ausrichtung. Leichter Schlupf an der Hinterachse wird noch
toleriert, mehr lässt das serienmäßige ESP aber nicht zu. Allzu übermütige
Piloten werden sanft eingebremst.
Erfreulicherweise ist der SLK auch im offenen Zustand äußerst
verwindungssteif, hier merkt man die jahrelange Erfahrung mit
Blechdach-Cabrios. Das Platzangebot im SLK ist nicht sehr üppig, dennoch
bietet der SLK selbst ausgewachsenen Personen ausreichende
Platzverhältnisse. Freilich muss man dann den maximalen Verstellbereich
der Sitze in Anspruch nehmen, das stellt aber kein Problem dar.
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Schaltet zügig und ruckfrei: die neu entwickelte 7-Gang-Automatik. |
Die Sitze bieten ausreichend Komfort und geben auch in flott gefahrenen Kurven genügend Seitenhalt, lassen bei längerer Fahrt aber etwas Lordosenunterstützung vermissen. Die Sitzheizung ist ebenso zu empfehlen wie die Kopfraumheizung namens Airscarf. Diese Weltneuheit sorgt dafür, dass im Bereich unter der Kopfstütze auf Wunsch in drei unterschiedlichen Stufen warme Luft austritt. Was in der Sommerhitze keine Verwendung findet, ist spätestens bei der nächtlichen Ausfahrt oder in den kühleren Monaten des Jahres ein wohltuendes Extra.
Der Kofferraum fasst mit geöffnetem Dach 208 Liter, im Coupé-Betrieb sind
es immerhin 300 Liter - kein schlechter Wert in dieser Klasse, ein BMW Z4
muss sich da mit 240 Litern geschlagen geben.
Die Serienausstattung des Mercedes SLK ist markentypisch nicht gerade
feudal. Ausgerüstet mit den schönen Dinge des Lebens kostet der SLK 280
eine Stange Geld. Die Sicherheit ist Mercedes aber heilig: Front- und
kombinierte Kopf-/Seitenairbags verstehen sich von selbst, ebenso wie
Gurtstraffer mit Gurtkraftbegrenzer.
Die Verbrauchswerte des SLK 280 liegen im Schnitt bei 11 Litern pro 100 Kilometer. Dies sind rund 2 Liter mehr als beim SLK 200 Kompressor und ein guter Liter weniger als beim SLK 350. Der akzeptable Verbrauch gepaart mit kräftigem Motor und tollem Sound küren den SLK 280 zur Idealbesetzung für all jene, die Wert auf Wirtschaftlichkeit und Leistung legen.
Quellen: su/ams/motorline




